Zelte

Aufbau & Montage

Alle modernen Zelte lassen sich mittlerweile relativ einfach und in kurzer Zeit aufbauen. Mit der optimalen Technik und diesen Kniffen gelingt der Aufbau fast wie von selbst.

Säubern Sie den Platz, auf den Sie Ihr Zelt stellen wollen, und befreien sie ihn von allem, was dem Zeltboden schadet: Steine, Äste etc. Besitzen Sie eine Isomatte aus Schaumstoff, können Sie diese zum Schutz auch unter das Zelt statt ins Innere legen.

Packen Sie das Zelt jetzt aus und fixieren Sie es mit zwei, drei Heringen auf der dem Wind zugewandten Seite. Bei Sturm sollten Sie leere Packbeutel in die Jacke stopfen, sonst werden sie fortgeweht.

Anschließend stecken Sie die Gestängesegmente zusammen. Achten Sie darauf, dass die Segmente vollständig eingesteckt sind, sonst können die Hülsen leicht verbiegen oder gar brechen.

Nun führen Sie die Gestänge in die zugehörigen Stoff-Kanäle. Möglicherweise müssen Sie dabei eine bestimmte Reihenfolge einhalten (siehe Aufbauanleitung). Achtung: Ziehen Sie vorsichtig den Kanal über das Gestänge. Versuchen Sie nicht, das Gestänge mit Kraft hindurch zu stoßen. Dabei kann der Zeltstoff beschädigt werden. Bei einseitig geschlossenen Kanälen müssen Sie sorgfältig kontrollieren, ob die Stangen bis zum Anschlag in den Taschen am Ende des Kanals stecken.

Anschließend spannen Sie die Gestängebögen, stecken sie in die entsprechenden Aufnahmen (Öse, Becher oder Ring) und ziehen diese, wenn möglich, fest an. Bei starkem Wind oder Sturm kann es heikel werden: Das Zelt bietet in dieser Phase bereits eine große Angriffsfläche, steht aber noch nicht stabil. Erledigen Sie den Schritt also präzise und so schnell wie möglich. Besitzen Sie ein Zelt, bei dem man zuerst das Innen- und danach das Außenzelt aufbaut, müssen Sie jetzt noch das Außenzelt über das bereits aufgebaute Innenzelt werfen und befestigen. Schließlich setzen Sie die noch fehlenden Heringe und spannen die vorhandenen Sturmleinen. Zum Abbau gehen Sie genau umgekehrt vor. Bei starkem Wind ist es ratsam, die Heringe im Boden zu lassen und zuerst das Gestänge zu lockern, bis das Zelt fl ach am Boden liegt.

So bleibt der Boden lange dicht


Am besten schütteln Sie ihn nach jeder Nacht aus. Wichtig: nicht fegen oder gar wischen, denn damit zerstören Sie auf Dauer die Beschichtung. Lassen Sie auch keine scharfkantigen Sachen im Zelt herumliegen. Eine Bodenplane schützt den Zeltboden vor Schäden, erhöht aber auch Gewicht und Packmaß. Empfehlenswert ist sie vor allem bei sehr dünnen Böden und wenn man auf grobem Untergrund (z.B. im Geröll) zeltet.

Welche Wassersäule braucht ein Zelt?

Das Bodenmaterial sollte einen Wert von mindestens 6.000 Millimeter haben, besser sind über 10.000. Beim Außenzeltmaterial hingegen spielt die Wassersäule eine untergeordnete Rolle, solange der Regen gut vom Überzelt abperlt.