Lagen-Prinzip

Das 3-Lagen-Prinzip

Während des Sports produziert unser Körper überschüssige Hitze und reguliert seine eigene Temperatur, indem er schwitzt. Verdunstet der Schweiß, kühlt der Körper ab. Kann der Schweiß nicht durch unsere Bekleidung verdunsten, ist es fast unmöglich, den Körper abzukühlen. Deswegen muss die erste Lage, die direkt auf der Haut aufliegt, den Schweiß ableiten. Ist dies nicht der Fall, entsteht ein unangenehmes, feuchtes Gefühl auf der Haut. Die zweite Lage isoliert. Die dritte Lage schützt uns gegen die Elemente. Dennoch muss der Schweiß von innen durch alle Lagen nach außen transportiert werden können. Je dünner die drei Lagen sind, desto präziser ist die Regulierung. Sind alle Lagen entsprechend ausgelegt, können sie interaktiv miteinander arbeiten.

1. Lage: Regulierung

Die erste Lage sollte aus einer schnell trocknenden Funktionsunterwäsche bestehen, die die Feuchtigkeit vom Körper weg zur nächsten Lage transportiert. Je schneller die Feuchtigkeit von der Haut abgeleitet wird, desto besser funktioniert die Regulierung der Körpertemperatur. Vermeide Materialien wie Baumwolle, da diese die Feuchtigkeit absorbieren und einschließen (ohne dass sie verdunsten kann). Dies führt zu einem feuchten und unangenehmen Gefühl.

2. Lage: Isolation

Die zweite Lage isoliert und schützt so vor Kälte. Dabei handelt es sich zum Beispiel um eine Fleecejacke. Fleece bietet alle funktionalen Voraussetzungen, die man von einer zweiten Lage erwartet: Schnelle Trocknung, geringes Gewicht, Isolierung selbst in feuchtem Zustand, weich, robust und leicht zu pflegen. Alternativ kann man hier auch Bekleidung benutzen, die mit Daune oder einem Synthetikmaterial gefüllt ist, das eine große Menge warmer Luft speichern kann. Für manche Aktivitäten sind diese Bekleidungsstücke jedoch zu warm und nicht atmungsaktiv genug.

3. Lage: Schutz

Die äußerste Lage. Da diese Lage immer den Wetterverhältnissen ausgesetzt ist, sollte sie verlässlich vor Wind, Regen, Schnee etc. schützen. Idealerweise ist die äußere Schicht winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv – alles in einem. Sollte die Atmungsaktivität ein Problem darstellen, sollte deine Jacke wenigstens Ventilationsreißverschlüsse unter den Armen haben, um den Verdunstungsprozess des gesamten 3-Lagen-Systems zu unterstützen.