Schlafsäcke-Checkliste

  1. Kapuze
    Ein Schlafsack kann nur seine volle Wärmeleistung erreichen, wenn die Kapuze geschlossen werden kann. Es sollte nur eine kleine Öffnung zum Atmen übrig bleiben. Der kleine Wulst am Rand um die Öffnung (darin verläuft, gut gepolstert, der Kordelzug) verbessert den Komfort und schützt Stirn, Nase und Backen.
  2. Wärmekragen
    Wenn du es vorziehst, die Kapuze offen zu lassen, sollte der Schlafsack auf jeden Fall einen breiten, dick gepolsterten Kragen haben. Dieser liegt dann wie ein Schal um den Hals und verhindert, dass Warmluft entweichen und kalte Luft in den Schlafsack eindringen kann.
  3. Reißverschlussisolierung
    Der Reißverschluss ist eine potentielle Kältebrücke, daher sollte hinter ihm ein Stoffstreifen als Barriere angebracht sein. Je dicker und breiter, desto besser. Und je steifer der Streifen, desto geringer die Gefahr, dass sich der Reißverschluss darin verklemmt.
  4. Reißverschluss
    Wenn der Reißverschluss bis zu den Füßen geht, kannst du den Schlafsack komplett auseinanderklappen und als große Decke verwenden. In diesem Fall ist ein Zweiwege-Reißverschluss empfehlenswert.
  5. Fußbereich
    Der Bereich um die Füße muss ausreichend Platz bieten, um zu vermeiden, dass Füße und Zehen die Füllung komprimieren, da dies zu unangenehmen Kältebrücken führen kann.
  6. Innenfutter
    Nylon (Polyamid) oder Polyester sind die besten Materialien für das Innenfutter. Baumwolle ist zu schwer und trocknet nur langsam – was auf einer Expedition zu katastrophalen Folgen führen könnte.
  7. Außenmaterial
    Polyamid oder Polyester werden am häufigsten für das Außenmaterial verwendet. Imprägniertes Material, Mikrofaser oder Beschichtungen schützen gegen Kondensation und andere typische Gefahren.
  8. Länge
    Besser zu lang als zu kurz. Ist dein Schlafsack zu kurz, wird die Füllung an Kopf und Füßen zusammengedrückt, was die Wärmeleistung des Schlafsacks negativ beeinflusst. Wenn der Schlafsack zu lang ist, muss allerdings jede Menge ungenutztes Volumen warm gehalten werden.
  9. Breite
    Unruhige Schläfer brauchen etwas breitere Schlafsäcke, da sonst die Füllung an Ellbogen, Knie oder Gesäß verklumpen kann. Wenn du kein Problem mit Enge hast, dann ist ein eng am Körper anliegender Schlafsack ideal. Er wird schneller warm und wiegt weniger als breitere Modelle.
  10. Bauweise
    Für Temperaturen unter 5° C werden ausschließlich nahtlose Thermokonstruktionen verwendet. Achte darauf, dass die Füllung gleichmäßig zwischen Kopf- und Fußbereich verteilt ist, da sonst Kältebrücken entstehen können, wenn du dich im Schlaf umdrehst.