Zeltarten

Welche Zelttypen gibt es?

Trekkingzelte

Ein Trekkingzelt ist perfekt für alle Ausflüge und Touren zu Fuß oder per Fahrrad. Da das Zelt hierbei immer von jemandem getragen werden muss, sollte es so leicht und kompakt wie möglich sein. Hochwertige Materialien verringern das Gewicht. Obwohl sie sehr leicht sind, müssen diese Zelte aber sehr stabil sein und Wind und Wetter standhalten können.

Leichtzelte

Leichtzelte sind eigentlich eine Unterkategorie der Trekkingzelte. Sie eignen sich am besten für lange Touren mit viel Gepäck, bei denen es auf jedes Gramm ankommt. Leichtzelte bieten weniger Platz und Komfort, Gewicht und Packgröße werden dafür auf ein Minimum reduziert. Das Gewicht pro Zelt und Person sollte weniger als 1.500 Gramm betragen.

Campingzelte

Campingzelte bieten sich an, wenn das Zelt für einen längeren Zeitraum an einem Ort stehen bleiben kann. Dennoch lassen sie sich einfach auf- und abbauen. Da sie meist per Auto oder Motorrad transportiert werden, ist in erster Linie nicht das Gewicht vorranging. Komfort und Platz – auch für Gepäck (Vorraum bzw. Apsis) – sind wichtiger.

Familienzelte

Familienzelte sind geräumig genug, um eine gesamte Familie oder Gruppe zu beherbergen. Mit zusätzlichen Merkmalen (Standhöhe, große Fenster, zusätzlicher Platz für Gepäck) sind Familienzelte eine Alternative zum Ferienhaus. Wie Campingzelte sind auch Familienzelte aufgrund ihres Gewichts nicht dafür geeignet, über längere Strecken getragen zu werden. Die Familienzelte von McKINLEY sind für bis zu 6 Personen geeignet.

Schnellaufbauzelte

Wirf es einfach! Schnellaufbauzelte sieht man häufig auf Veranstaltungen und Campingplätzen. Diese Zeltart wird auch „Popup-Zelt“ oder „Selbstaufbauzelt“ genannt. Hauptmerkmale sind die extrem kurze Auf- und Abbauzeit und der relativ niedrige Preis. In das Zelt sind flexible Ringe integriert, die nach dem Auspacken sofort aufspringen und dem Zelt die entsprechende Form geben. Danach muss man es nur noch mit Zeltschnüren und Zeltnägel sichern. Nach der Benutzung wird das Zelt zu einer dicken Scheibe zusammengelegt und so verpackt, dass es bis zum nächsten Einsatz nicht aufspringen kann.

Wie unterscheiden sich die Zeltformen?

Kuppelzelte

Kuppelzelte verfügen über eine sehr einfache Konstruktion und sind in vielen Größen von leichten 2-Mann-Zelten mit begrenzter Höhe bis hin zu 6- bis 9-Personen-Zelten mit Standhöhe erhältlich. Kuppelzelte sind außerdem als Einwandzelte, mit partiellem Außendach oder als Doppelwandzelte erhältlich. Abhängig von der Stangenanordnung wird bei manchen Modellen zuerst das Außenzelt, bei anderen zuerst das Innenzelt aufgeschlagen. Erstere Variante verhindert, dass das Innenzelt feucht wird, letztere ist dafür einfacher zu handhaben.

Die Grundform besteht aus einem rechteckigen Boden und zwei Stangen, die sich an der höchsten Stelle des Zelts kreuzen; jede Stange verläuft in einem gleichmäßigen Bogen von einer Ecke zum höchsten Punkt und wieder hinunter zur diagonal gegenüber liegenden Ecke. Normalerweise findet man an allen Ecken spezielle Ösen, in die die Stangenenden gesteckt werden – die Zeltform wird alleine durch die Spannung der Stangen aufrecht erhalten. 

Die Stangen können entweder innerhalb oder außerhalb des Zeltstoffes verlaufen. Wenn sie innen verlaufen, werden sie meist von irgendeiner Art Öse, Clip oder Haken gehalten. Gestänge, das an der Außenseite des Zeltstoffes verläuft, wird durch Stoffkanäle oder Plastikclips geführt. Kuppelzelte benötigen für die generelle Statik der Konstruktion weder Zeltschnüre noch Zeltnägel, da sie freistehend sind, müssen jedoch bei stärkerem Wind dennoch gesichert werden.

Das Kuppelzelt als solches wurde in der Vergangenheit stark weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es Modelle mit drei Stangen, ungewöhnliche Zeltformen und unterschiedliche Grundformen. Eine der häufigsten Variationen ist mit einer dritten Stange zwischen zwei nebeneinander liegenden Ecken ausgestattet, die das Vordach verlängert oder zusätzlichen Stauraum bietet.

Vorteile:

  • großzügige Kopfhöhe
  • die Konstruktion ist grundlegend selbsttragend (dennoch benötigt man Zeltschnüre und -nägel für mehr Stabilität bei Wind)
  • einfach aufzubauen 
  • leicht mit einem zweiten Zelt zu einem großen Familienzelt kombinierbar 
  • überdurchschnittliches Preis-Leistungsverhältnis

Nachteile:

  • einfachere Kuppelzelte sind schwächer als andere Zelttypen (trotz der selbsttragenden Konstruktion)
  • durch das geometrische Design kann die Belüftung eingeschränkt sein
  • die typischen Eingänge (umgedrehte U-Form) neigen dazu, zu verklemmen 

Geodätische Zelte

Geodätische Zelte sind den Kuppelzelten sehr ähnlich, jedoch mit zwei oder mehr zusätzlichen Zeltstangen ausgestattet, die die üblichen zwei Stangen kreuzen, um einerseits die Grundform des Zelts zu bewahren, andererseits den Zeltstoff großflächiger zu stützen. Die dadurch gewonnene Stabilität macht diesen Zelttyp ideal für schneereiche oder sehr windige Zeltplätze.

Vorteile:

  • in der Regel freistehend
  • sehr stabil
  • geräumig
  • hält stärkere Schneelasten aus als andere Zelttypen
  • in trockenen, warmen Sommernächten kann das Innenzelt auch ohne Außenzelt verwendet werden

Nachteile:

  • bei extremen Winden muss gut mit Zeltschnüren gesichert werden 
  • weniger Gepäckraum im Zelt

Tunnelzelte

Tunnelzelte können bei gleicher Grundfläche mehr Innenraum als Kuppelzelte bieten, müssen in der Regel jedoch mit Schnüren und Zeltnägeln gesichert werden, um stehen zu bleiben. Fast immer handelt es sich dabei um Doppelwandzelte. Tunnelzelte gibt es als Einmannzelte mit extrem eingeschränkter Höhe bis hin zu 8- oder 10-Mann-Zelten mit komfortabler Standhöhe.

Das Tunnelzelt besteht normalerweise aus zwei oder mehr flexiblen Zeltstangen, die wie parallel stehende Reifen angeordnet sind. Die Zeltwand ist so daran angebracht, dass ein halber Zylinder oder eben ein Tunnel entsteht. Typisch für Tunnelzelte ist eine klare Aufteilung in Schlafbereich auf der einen und Stauraum auf der anderen Seite des Zelts. Apsiden auf beiden Seiten findet man ebenfalls häufig, außerdem gibt es Varianten mit zwei getrennten Schlafbereichen, zwischen denen ein zentral gelegener Eingangsbereich mit Stauraum liegt.

Vorteile:

  • als reine Schlafzelte perfekt und geräumig 
  • Tunnelzelte benötigen weniger Zeltstoff als andere Modelle
  • bestes Verhältnis aus Gewicht und nutzbarem Raum
  • einfach aufzubauen
  • sehr stabil bei starkem Wind dank Form und Elastizität

Nachteile:

  • kein Sitzen oder Stehen (abhängig von der tatsächlichen Zeltgröße) möglich, da ausschließlich zum Schlafen gedacht
  • die Konstruktion ist nicht selbsttragend; ohne Zeltschnüre und Zeltnägel steht ein Tunnelzelt nicht